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20. Zeltlager in Detter (Lkr. Bad Kissingen) – Zum 20. Mal fand im Sommer das Proki-Zeltlager der Pfarrei Waldbüttelbrunn statt, das zusammen mit den Eisinger Pfadfindern und Waldbrunner Ministranten durchgeführt wird. 60 Teilnehmer wurden dabei zu Zauberschülern, die ihre magischen Fähigkeiten trainierten und schließlich einen Werwolf in den Reihen des Zauberlehrerkollegiums in einen friedvollen Menschen zurückverwandelten. Benedikt Müller hat davon einen ausführlichen Bericht verfasst:

Die Geschichte der ProKi-Zauberschüler hat schon im Bus auf dem Hinweg begonnen. Denn ein prominenter Gast aus einer bekannten Fantasy-Buchreihe (die uns das ganze Lager begleitete) gesellte sich zu den Passagieren: Der sprechende Hut verkündete den Teilnehmern, in welche Zeltgruppe sie eingeteilt waren. Am Zeltplatz angekommen erfuhren sie von Schulleiter Dumblebernd und Professor Moody, dass sich ein Werwolf auf dem Schulgelände befinde, der sich im Laufe des Lagers identifiziert und in einen friedfertigen Menschen zurückverwandelt werden solle.

Dazu widmeten sich die Schüler jeden Vormittag einer anderen Zauberkunst: Zauberstäbe, -besen und -hüte herstellen, Zaubertränke brauen und Wahrsagen mithilfe selbstgebastelter Zauberkugeln.
Wie es sich für eine gute Zauberschule gehört, kam auch der sportliche Aspekt nicht zu kurz. Neben den Klassikern unter den Geländespielen gab es dieses Jahr auch ein Duell im ebenfalls aus „Harry Potter" bekannten Quidditch, bei dem die Teams verschiedene Bälle benutzen, um sich gegenseitig abzuwerfen oder Tore zu erzielen.
In einer nächtlichen Exkursion in den verbotenen Wald, der den verwunschenen, vom Handynetz vollkommen abgeschiedenen, Zeltplatz umgab, hörten die Zauberschüler gruselige Tagebucheinträge des Werwolfs.
Wenn die Zauberschüler einmal nicht vom Lehrplan beansprucht waren, duellierten sie sich im Tischtennis und Brettspielen, führten einander die gelernten Zaubertricks vor oder badeten in der am Zeltplatz vorbeifließenden Schondra.
Leider kann auch der beste Zauberschüler nichts ausrichten gegen die schwarze Magie, die das Zeltlager eines Abends heimsuchte. Einige der Teilnehmer (und einige Betreuer) mussten ihre Zauberausbildung krankheitsbedingt abbrechen. Dem fiel auch der geplante Schwimmbadtag zum Opfer.
Trotzdem: Das Lager ging weiter und die Stimmung verbesserte sich stetig, als die Schüler mit Wahrsagerin Professor Trelawny über ihre gebastelten Zauberkugeln den Werwolf unter den Lehrern ausfindig machten und ihm den Wolfsbanntrank verabreichten. Am letzten Abend jedoch das Entsetzen: Der Werwolf war, obwohl schon gerettet, fälschlicherweise von den Dementoren, den Zauberwächtern der Schule, eliminiert worden. Durch das Erledigen von Aufgaben, wie z.B. Zaubertabu, Zauberbesen-Wetthüpfen oder das Überqueren einer magischen Fluchmauer, konnten sich die Teilnehmer einen Zeitumkehrer verdienen, um die Zeit zurück zu drehen und den Werwolf erneut retten.
Im Anschluss bekam das Zeltlager wie am vorigen Abend noch einmal Besuch von Überfällern, die die geklauten Zeltstangen gegen lautes Singen der „Hobelbank" und der „Fata Morgana" freigaben.
Bevor die Schüler ihre Rückfahrt antraten, blickten sie in einem gemeinsamen Gottesdienst auf das Zeltlager zurück. Bis auf die Herausforderung, die sich der Gruppe durch die vielen Ausfälle stellte, fiel das Fazit sehr positiv aus und sicherlich konnten die Teilnehmer etwas vom Zauber dieses Zeltlagers mit nachhause nehmen.
Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen beim Zeltlager-Gottesdienst am Sonntag, 28.10.18, 10:15 Uhr in der Waldbüttelbrunner Bartholomäus-Kirche mit anschließendem Nachtreffen!

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